1. Jugend-BF-Tag ein voller Erfolg

 

Sehr gut angekommen ist bei den Jugendlichen der FFW Neunkirchen a. Brand der erste Jugend-Berufsfeuerwehrtag. Dieser fand vom 29. auf den 30. April 2006 statt. Alle 18 Jugendlichen zwischen 8 und 16 Jahren haben daran teilgenommen. Der Jugend-BF-Tag begann am Samstag um 8 Uhr und umfasste eine komplette 24-Stunden Schicht. Dabei gab es normale Tätigkeiten zu verrichten, aber auch immer wieder Einsätze, was natürlich ein besonderer Reiz dabei war. Aber auch die Übernachtung im Feuerwehrhaus war sicherlich ein Erlebnis.
Um 8 Uhr hieß es Schichtbeginn. Als erstes wurde die Einsatzkleidung hergerichtet, das Nachtquartier vorbereitet und die Mannschaft den Fahrzeugen zugeteilt und eine Fahrzeugkunde durchgeführt.

 
Kaum war dies geschehen, kam auch schon der erste Einsatz. Die LF Besatzung musste zu einer eingeklemmten Person unter einem Traktor ausrücken. Mittels Hebekissen wurde der verletzte "Teddybär" aus seiner misslichen Lage befreit. Gleichzeitig wurde die Besatzung des TLF und MZF zu einem umgestürzten Baum über der Fahrbahn alarmiert.
Glücklicher Weise lag die Einsatzstelle des umgestürzten Baums in der Nähe einer Metzgerei, so dass auf dem Heimweg gleich eine Brotzeit mitgenommen wurde, welche auch sichtlich notwendig war.

Um 11 Uhr hies es dann "Hinsetzen zum Unterricht". Kommandant Landwehr unterrichte die Jugendlichen über den Aufbau und Struktur der Feuerwehren, als um 11.30 Uhr der Probealarm der Meldeempfänger gleich als Einsatzalarm verwendet wurde. Meldung: "größere Ölspur". Auf der ehemaligen Staatsstraße musste dann eifrig gekehrt werden. Ein Regenschauer machte diesen Einsatz nicht gerade einfacher.

Während des Ölspureinsatzes machten sich in der Küche des Feuerwehrhauses weitere Helfer über das Mittagessen. Spaghetti mit Hackfleischsoße kommt immer an.
Nach der Mittagspause wurde um 14 Uhr der Unterricht fortgesetzt und die Jugendlichen im Umgang mit Feuerlöschern geschult. Schon um 15 Uhr ging es mit einem Besuch bei der Neunkirchner Achsen Fabrik (NAF) weiter. Hier konnte die Feuermeldezentrale und die Laufkarten, sowie das weitläufige Werk besichtigt werden. Der Besuch fand jedoch ein rasches Ende, als Nahe der Sandgrube ein Flächenbrand gemeldet wurde. Es fand eine regelrechte "Wasserschlacht" statt. Es wurden Wasserwerfer gebaut, der Dachmonitor eingesetz, ein Hydroschild aufgebaut, und und und, schade waren nur die kalten Temperaturen.

Die Aktion in der Sandgrube zog sich lange hin, denn selbstverständlich mussten nach diesem Einsatz die Schläuche gewaschen und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht werden. Danach stand ein wenig Freizeit an, die auf dem nahegelegenen Bolzplatz verbracht wurde.

Um 19 Uhr wurde dann die Pizza geliefert und im Anschluß sah man einen aktuellen Film auf Großbildleinwand an. Gott sei Dank ohne von einem Einsatz gestört zu werden. So Stand der Nachtruhe um 22 Uhr nichts mehr im Weg. Einige sichtlich geschaffte Jugendliche waren über die frühe Nachtruhe gar nicht mal so traurig, andere wiederum waren nicht so begeistert als es um 22 Uhr hies, Lichter aus. Als dann gegen 23 Uhr endlich Ruhe eingekehrt war, war es schon wieder vorbei mit der Ruhe, denn der nächste Einsatz stand an. "Randalierer" hatten mehrere Palettenstapel in Brand gesetzt. Unklar war zunächst der genaue Einsatzort. Laut "Mitteilung" hieß es, im Industriegebiet. So fuhr man zu erst ins falsche Industriegebiet. Als mon dort nichts fand, gings ueber die Umgehung zum anderen Industriegebiet, wo man schliesslich fündig wurde. Jedoch war nun der Brand schon weit ausgedehnt, so dass 2 Löschgruppen eingesetzt werden mussten. Aber auch dieser Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Und wieder hieß es danach, Schläuche waschen, Fahrzeuge einsatzbereit machen.

Da durch diesen Nachteinsatz die Jugendlichen nun doch sichtlich "fertig" waren, war man froh das die Nacht durch keine weiteren Einsätze gestört wurde. Um 6.30 Uhr war dann wieder Aufstehen angesagt. Es folgte das Frühstück und ein Abschlußgespräch, bevor die Jugendlichen am Sonntag um 8 Uhr von ihren Eltern wieder abgeholt wurden.

Jeder der Jugendlichen erhielt als Erinnerung an diesen Tag eine Urkunde. Am Samstag erhielten die Jugendlichen auch Besuch von der 2. Bürgermeisterin Sigrid Hector und vom Jugendbeauftragtem Martin Walz, die sich ein Bild davon machten und die Bedeutung der Feuerwehr für den Markt Neunkirchen hervorhob. Bedanken möchten wir uns auch bei der Bäckerei Merkel ("Meda") für das gesponsorte Frühstück und bei der Brauerei Vasold, die uns die Getränke zur Verfügung stellten, sowie bei unserer Patenwehr FFW Uttenreuth, die uns den Pizzagutschein am 1.1. überreichten.