"heiße Übungen"
Ausbildung auf höchstem Niveau

Insgesamt 10 Atemschutzgeräteträger der FFW Neunkirchen a. Brand, darunter eine Frau, konnten im September ganz spezielle Lehrgänge absolvieren.
Zwei Kameraden nahmen an einem Samstagslehrgang an der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg teil. Dort befindet sich das bayernweit einzige Brandhaus.

In diesem 4 Millionen Euro teueren Spezialbau können tatsächliche Brände simuliert werden. Die Bedingungen sind nahezu identisch mit echten Bränden. So können einfache Zimmerbrände oder Garagenbrände ebenso simuliert werden, wie der gefürchtete Flash-Over (Rauchdurchzündung (englisch flash-over): das plötzliche Durchzünden und Abbrennen so genannter Pyrolysegase). Und auch die Temperaturen sind identisch, wie die bei einem Realeinsatz. Ein im wahrsten Sinne des Wortes schweißtreibender Lehrgang, bei dem auch die Außentemperaturen des Juli ihr übriges taten.

 

Weiterhin konnten am 23.8. acht weitere Kameraden einen für eine Woche stationierten Brandcontainer in Gräfenberg besuchen. Dort wird ebenfalls der gefürchtete Flash-Over trainiert. Im Gegensatz zum Brandhaus Würzburg, welches mit Gas betrieben wird, wird der Container mit Holz befeuert. Die Temperaturen sind aber auch hierbei enorm hoch, so dass neben dem Atemschutzgeräteträger auch die Schutzausrüstung optimal vorbereitet sein muss und bis zur Leistungsgrenze getestet wird.
Somit sind inzwischen alle 26 Atemschutzgeräteträger einmal in den „Genuß“ eines Realtrainings gekommen, was sicherlich für einen Ernstfall von großem Vorteil ist.


Für den Markt hatten diese Lehrgänge außerdem den Vorteil, dass sie entweder am Wochenende, bzw. vor Ort in Gräfenberg statt fanden und somit keine Kosten auf den Markt zukommen, da alle Kameraden dafür ihre Freizeit, bzw. ihren Urlaub opferten. Im Regelfalle dauern diese Lehrgänge zwei Tage, wofür der Markt den Verdienstausfall der Kameraden hätte übernehmen müssen, also insgesamt 20 Manntage!

Robert Landwehr, Kommandant