Die Feuerwehr in Leipzig

Am Morgen des 11. Juni starteten Feuerwehrkameraden der FFW Neunkirchen, Rosenbach, Hetzles und Uttenreuth, zusammen mit unserem Bürgermeister Heinz Richter und seiner Gattin Silvia in Richtung Leipzig zum 28. deutschen Feuerwehrtag. Diese Veranstaltung findet nur alle 10 Jahre statt und die FFW Neunkirchen besuchte diesen bereits zum vierten Mal.

Nach einer anfänglich ruhigen Fahrt (wir starteten früh um 6 Uhr) wurde kurz nach Überquerung der Landesgrenze Brotzeit gemacht. Anschließend fuhren wir weiter, direkt nach Leipzig zur Interschutz Messe. Dies ist die internationale Leitmesse für Rettung, Brand- /Katastrophenschutz und Sicherheit. Für jeden Feuerwehrler ist diese Messe ein wahres Mekka. Zu besichtigen gab es die neuesten Techniken im Brandschutz, technischer Hilfeleistung, persönlicher Schutzausrüstung und vielem weiteren mehr. Es gab über 1300 Aussteller aus 46 Nationen. Derart beeindruckt ließen wir nach dem Abendessen im Hotel den Abend gemütlich ausklingen.

Am nächsten Tag kamen wir in den Genuss einer ganz besonderen Stadtführung durch Leipzig. Ein Kamerad der FFW Neunkirchen, nähe Leipzig aufgewachsen und beruflich nach Franken gezogen, hat uns eine ganz persönliche Stadtführung dargeboten. Alle klassischen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. das Völkerschlachtdenkmal und der Leipziger Zoo wurden uns mit kleinen Anekdoten näher gebracht. Nachdem die „Sightseeing Tour“ mit dem Bus beendet war, zogen wir zu Fuss weiter, um die Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt, beispielsweise den Auerbachs Keller anzusehen.
Natürlich galt der Besuch Leipzigs vor allem dem deutschen Feuerwehrtag. Die komplette Innenstadt war eine einzigste Feuerwehrveranstaltung. Die Feuerwehr Aktionsmeile bat uns diverse Vorführungen, wie „Wasser hebt Auto“ und Ausstellungen, von Feuerwehrautos bis hin zu Feuerwehrfahnen.
Das musikalische Rahmenprogramm mit großen Feuerwehrkapellen auf dem Marktplatz luden auch zum gemütlichen Verharren auf dem Marktplatz ein. Und so liesen wir den zweiten Abend dieses Leipziger Wochenendes gemütlich ausklingen.

Der letzte Tag unserer Reise begann traditionell mit einem Kirchgang in Leipzig. Im Anschluss fand ein historischer Fahrzeugkorso rund um die Leipziger Innenstadt statt. Es war sehr interresant zu sehen, wie puristisch Feuerwehrfahrzeuge früher aufgebaut waren, eine Pumpe, ein paar Schläuche und Strahlohre, mehr nicht. Heutzutage ist das zigfache an Beladung für Brand- und technische Hilfeleistungseinsätze auf den Fahrzeugen vorhanden, was natürlich auch auf die immer komplexeren Einsatztypen zurückzuführen ist. Dennoch war es mehr als interessant, Fahrzeuge aus ganz Deutschland aus dem frühen 19. Jahrhundert bis in die Neuzeit anzusehen.

Um die Mittagszeit herum brachen wir wieder auf und fuhren wenige Kilometer weiter nach Ermlitz, dem Ort, in dem unserer neuer Kamerad und Stadtführer aufgewachsen ist. Die dort ansässige Feuerwehr, bei der er seine Feuwerwehrkarriere begann, hat uns, zusammen mit deren Nachbarwehr, mit offenen Armen empfangen. Wir bekamen eine ganz besondere Vorführung über den Aufbau einer Wasserversorgung, nebst diverser „Bewegungsfahrten“ mit deren neuen und alten Feuerwehrautos, bis wir wieder gen Neunkirchen aufbrachen. Immerhin wollten wir rechtzeitig zum ersten WM Spiel unserer deutschen Mannschaft zu Hause ankommen.

Alles in Allem war dieses Wochenende sehr gelungen. Wir sahen neueste Technik, neue und alte Feuwehrautos, haben Feuerwehrkameraden aus ganz Deutschland kennen gelernt und alle nennenswerten Sehenswürdigkeiten in Leipzig gesehen... und das Wichtigste, die Kameradschaft untereinander, vor allem mit den umliegenden Feuerwehren gepflegt.