gelungener und ehrwürdiger Ehrungsabend anläßlich des 140-jährigen Bestehens

Die FFW Neunkirchen a. Brand wurde am 1. Januar 1870 gegründet und feierte am Wochenende 18./19. September 2010 ihren 140. Geburtstag. Am Samstag wurde der Festreigen mit einem Ehrungsabend begonnen. Vorausgegangen waren ein Fototermin und ein Totengedenken.

Um 16 Uhr hieß es Aufstellen zum Erinnerungsfoto. Vor den Fahrzeugen wurde bei bestem Wetter neben den Kameradinnen und Kameraden auch ein Erinnerungsfoto der befreundeten Feuerwehren aus Wansdorf (bei Berlin) und Ermlitz (bei Leipzig) gemacht.

Danach ging es unter Begleitung der Jugend- und Trachtenkapelle zum alten Friedhof. Dort wurde ein Kranz niedergelegt und den verstorbenen Kameraden gedacht. Anschließend ging der Festzug durch den Markt zum festlich geschmückten Zehntspeicher, wo dann auch die weiteren Gäste eintrafen.


Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorstand Franz Erber folgte ein gemeinsames Abendessen. Den etwa 250 geladenen Gästen zeigte sich folgend ein abwechslungsreicher, kurzweiliger Ehrungsabend, der allen Anwesenden zufolge hervorragend gestaltet war und begeisterte.

Nach einer Rede des Kommandanten Robert Landwehr sprach Bürgermeister Heinz Richter sein Grußwort zur Jubelwehr und zu den Gästen, bestehend aus Gemeinderäten, stellv. Landrat Büttner, ev. Pfarrer Axel Berthold und Dekan Peter Brandl, den Patenwehren Großenbuch, Kleinsendelbach und Uttenreuth, sowie den Wehren aus dem KBM-Bezirk.

Die Ehrung von Thomas Heinlein und Stephan Mehl nahm stellv. Landrat Büttner vor. Beide Kameraden sind feste Bestandteile der Neunkirchener Wehr und verdiente treue Mitglieder. Sie wurden mit dem Bayrischen Ehrenkreuz in Silber und einer Urkunde ausgezeichnet. Landrat Büttner überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und hielt eine kurze Rede, bevor Kommandant Landwehr noch die Kameraden Jörg Schubert und Stefan Lodes für 20-jährige aktive Dienstzeit auszeichnen konnte, sowie Sebastian Schramm für 10 Jahre.

Weiter ging es im Programm mit der Überreichung der Leistungsabzeichen, welche eine Woche vorher bei der Leistungsprüfung abgelegt wurden. Erfreulich war die Tatsache, dass eine ganze Bronzegruppe zusammengekommen war, was deutlich macht, das Nachwuchs da ist. Und ein weiteres Novum war zu verzeichnen; erstmals führte eine Dame die Gruppen durch die Prüfung. Katrin Woiki fungierte als Gruppenführerin.
Bronze belegten: Katja Trummer, Uwe Liebscher, Christian Hamm, Markus Heid, Jonas Maderer, Robi Schrenk und Andreas Krantz. Die weiteren Stufen belegten Katrin Woiki (grün-gold), Norbert Biermeier (rot-gold), Markus Hermann (silber), Florian Regenfus (silber), Stefan Stirnweiß (grün-gold) und Sabrina Schubert (gold). Wolfgang Herzing, stellv. Kommandant, fungierte als „Auffüller“ und da er 1997 bereits mit Rot-Gold die höchste Stufe errang wurde ihm als Gag ein eigens kreiertes Abzeichen überreicht, das sog. Bayrische Bundesleistungsabzeichen, in den Farben Scharz-Rot-Gold.
Der nächste und letzte Punkt der Aktiven-Ehrung war die Beförderung von Feuerwehranwärtern zu Feuerwehrmännern. Markus Heid, Andreas Krantz, Robi Schrenk und Katja Trummer wurden vom Kommandanten nach bestandener Truppmannausbildung dazu befördert.

Anschließend ehrte Franz Erber verdiente Kameraden für langjährige Vereinszugehörigkeit. Allen voran und im Mittelpunkt stand Franz Mehl, der wohl nahezu alle Stationen eines Feuerwehrmannes erreicht hat. Er war Kommandant, Vorstand, Kreisbrandmeister und Kreisbrandinspektor. Und er ist sage und schreibe 70 Jahre lang bei der Feuerwehr. Er hat also die Hälfte des Jubiläumszeitraums miterlebt. Er wurde dabei vom Vorstand mit einer bestickten Fleecejacke beschenkt. Ebenso bekamen alle Jubilare ein Päckchen Kaffee (den fairen Neunkirchner), sowie eine Tasse mit Feuerwehrlogo geschenkt, das Ganze in Anlehnung an den Kosenamen der Neunkirchner: „die Kaffeebeitel“. Die weiteren geehrten waren Willi Kugler (60), Erhard Bezold (50), Alfred Distler (50), Fritz Lodes (50), Helmut Busch (40) und Franz Schütz (40). Als Ehrenmitglieder wurden Karl-Heinz Schubert und Karl Preller ernannt.

Anschließend erhielten noch alle Damen der Geehrten einen Blumenstrauß, denn was wäre ein erfolgreicher Feuerwehrmann ohne seine Frau…?

Im Anschluss an den Ehrungsabend richteten dann noch die Wehren aus Wansdorf und Ermlitz, sowie die Patenwehren ein Grußwort an die Festrunde, bevor zum gemütlichen Teil des Abends übergegangen werden konnte.

Da es keinen offiziellen Schirmherren gab, aber die Gemeinde die Feuerwehr bei dem Fest sehr stark unterstützte überreichte der Vorstand an Bürgermeister Heinz Richter symbolisch einen Feuerwehrschirm in Anspielung auf den "Schirm"-Herren.

Der Sonntag stand dann unter dem Motto „Tag des Blaulichts“ und war für die Öffentlichkeit bestimmt.

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Alle Fotos: Gero Häußinger

 

Robert Landwehr
Kommandant