Einmal andersherum...

...bot sich die Lage eines PKW's den Einsatzkräften an einer Übung. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall, bei dem ein Fahrzeug nach einem Überschlag auf dem Dach liegen blieb. Der Fahrer wurde hierbei eingeklemmt und musste aus seiner misslichen Lage befreit werden.

So galt es zunächst, nachdem man davon ausging, dass der Rettungsdienst sich um die medizinische Versorgung bereits kümmert, das Fahrzeug zu stabilisieren. Mit verschiedenen Unterbaumaterialien wird somit nicht nur für die Einsatzkräfte ein sichereres Arbeiten ermöglicht, sondern auch auf die verunfallte Person sollen so wenig Erschütterungen wie möglich einwirken. Während der Angriffstrupp mit dem Unterbauen beschäftig ist, bringen Wasser- und Schlauchtrupp die Gerätschaften zur Einsatzstelle. So sind auf einer Geräteablage alle Geräte hinterlegt, die eventuell benötigt werden. Damit ist gewährleistet dass notwendiges Gerät schnell vorhanden ist und nicht erst aus dem Fahrzeug geholt werden muss. Denn es kann ja auch sein, dass es Einsatzstellen gibt, wo man mit dem Feuerwehrauto nicht direkt hin fahren kann.

Danach konnte mit der Bergung des Fahrers, in unserem Fall einer Übungspuppe, begonnen werden. Mit verschiedenen hydraulischen Rettungsgeräten, unter anderem der Rettungsschere und dem Rettungsspreizer, wird nun als erstes ein größerer Zugang zum Patienten geschaffen. Dies dient zum einen dazu, dass der Rettungsdienst den Patienten besser befreien kann, aber auch dazu, um genauer die Einklemmung lokalisieren zu können. Der Fahrer wurde dann so schonenend wie nur möglich aus seiner Lage befreit.
Im Anschluss daran konnten an dem Fahrzeug noch weitere Schnitttechniken erprobt werden, so dass man für den Ernstfall gut gerüstet ist. Das solch ein Fall schnell eintreten kann hat sich am 1. Mai gezeigt, als im nördlichen Landkreis genau unser Übungsszenario der Ernstfall war.

Ein Glücksfall für die FFW Neunkirchen ist die Firma Schrott-Lorenz. Mehrmals im Jahr haben wir hier die Möglichkeit an echten Autos zu üben. Hierfür ein herzliches Dankeschön!

Robert Landwehr
Kommandant