Viele neue Spezialisten

Ein für die FFW Neunkirchen bedeutsames Jahr ging zu Ende. 2013 hat sich viel getan. Ein neues Fahrzeug, neue Gerätschaften, ein gelungenes Fest zur Fahrzeugweihe, wenige und unfallfreie Einsätze, Umbau der Sozialräume aber auch Umbauten in den Fahrzeughallen waren und sind im Gange. All dies wird sicherlich lange im Gedächtnis bleiben und in der Geschichte der FFW Neunkirchen einen festen Platz finden. Doch was wäre all diese Ausrüstung, gäbe es nicht Kameraden die sich den Aufgaben stellen und sich weiter bilden. So konnten in den letzten Wochen viele Lehrgänge besucht werden. Zwei Brandschützer absolvierten den Lehrgang zum Maschinisten, vier Kameraden besuchten im Atemschutzzentrum in Ebermannstadt den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger und ein Kamerad besuchte den Lehrgang zum Gruppenführer in der Feuerwehrschule in Regensburg.

Grundvoraussetzung zum Maschinisten Lehrgang ist der Besitz eines LKW-Führerscheins, denn der Maschinist ist bei der Feuerwehr derjenige, der das Fahrzeug fährt, aber eben auch Pumpe und Aggregate bedienen muss. Die beiden Feuerwehrmänner Robi Schrenk und Christian von Rhein hatten aus beruflichen Gründen bereits den Lkw-Führerschein und so war es an der Zeit sie nach Ebermannstadt zur Fortbildung zum „Maschinist für Löschfahrzeuge und Tragkraftspritzen“ zu schicken. Dort wird den angehenden Maschinisten die Bedienung der Fahrzeugpumpen und der Tragkraftspritzen zur Wasserförderung beigebracht. Es wird aber auch Wissen vermittelt auf dem Gebiet des Straßenverkehrsrechts, der Grundlagen der Wasserförderung, und dem Einsatz von Pumpen bei Wasserförderung über längere Strecken. Mehr als 30 Stunden dauerte dieser Lehrgang, den die Kameraden innerhalb eines Monats an mehreren Abenden in der Woche absolvieren mussten.

Nach der erfolgreichen Feuerwehrgrundausbildung, der sog. Truppmann Ausbildung, besuchten die vier Kameraden Franz Schmitt, Arne Runkel, Silvio Braun und Julius Lenk die Ausbildung zum „Atemschutzgeräteträger“ in Ebermannstadt im dortigen Atemschutzzentrum des Landkreises Forchheim. Dort werden die angehenden Atemschutzgeräteträger auf den ersten Einsatz unter Umluft unabhängigem Atemschutz vorbereitet. Auch hier wird viel zusätzliches Wissen vermittelt, wie z.B. Grundlagen der Atmung oder der Umgang mit Ausrüstung und Rettungstechniken. Voraussetzung für diesen Lehrgang ist eine Tauglichkeitsuntersuchung, die die Atemschützler nun alle drei Jahre über sich ergehen lassen müssen, denn Gesundheit und körperliche Fitness sind das A und O beim Atemschutzeinsatz.

In die Führungsebene aufgestiegen ist Robert Polster, der die Qualifikation eines Gruppenführers ab sofort innehat. Er besuchte dazu einen einwöchigen Lehrgang in der Feuerwehrschule Regensburg, einer von drei staatlichen Feuerwehrschulen in Bayern. In über 40 Stunden ging es dabei darum, wie die Besatzung eines Fahrzeugs, die sog. Gruppe (8 Personen) zu führen ist, daher auch die Bezeichnung. Neben praktischen Einsatzübungen auf dem Gelände der Feuerwehrschule wurden auch Planspiele, also Einsätze am Modell, durchgeführt. Viel Wissen zu den Themen Rechtsgrundlagen, Digitalfunk, Baustoff- und Gebäudekunde wurden ebenso vermittelt.

Herzlichen Glückwunsch an die neuen Spezialisten.