Gasgeruch in der Benedikt-Vasold-Straße und gleichzeitiger Waldbrand
Einsatzdatum: 11. Januar 2008
Alarmzeit: 19.29 Uhr
Einsatzort: Benedikt-Vasold-Straße, Neunkirchen
Schadensereignis: Gasgeruch
Anwesende Feuerwehren: Neunkirchen (MZF, LF16/12, TLF16/25)
Dormitz (MZF, LF8/6)
Hetzles (MZF, LF8/6)
Uttenreuth (ELW, LF16/12)
Gräfenberg (MZF)
Forchheim (ELW2)
Einsatzdauer: 3 Stunden
Einsatzbeschreibung: Am 11. Januar wurde um 19.29 Uhr für Neunkirchen die Alarmstufe 7 (Gefahrgut) ausgelöst. Gemeldet wurde Gasgeruch in einem Industriegebiet. An der Einsatzstelle angekommen, bestätigte sich die Meldung. Es roch sehr stark nach Gas; Ursache unbekannt. Deshalb wurde erstmals alles abgesperrt.
Nach einer ca. 15-minütigen erfolglosen Suche nach der Ursache ging auch noch ein weiterer Alarm ein. Waldbrand zwischen Neunkirchen und Rosenbach. Da die Neunkirchner Kräfte schon an der ersten Einsatzstelle gebunden waren, wurde die just in dem Augenblick anrückende Feuerwehr aus Uttenreuth mit dem Einsatz Waldbrand beauftragt. Dieser stellte sich als das Abbrennen von Unrat am Waldrand heraus.
Nach etwa einer halben Stunde waren alle Anwesen in unmittelbarer Nähe durchsucht, nirgends konnte Gasaustritt festgestellt werden. Der Gasgeruch war jedoch immer noch wahrzunehmen. Deshalb wurde beschlossen, eine Einsatzleitung aufzubauen und das Gebiet systematisch zu durchforsten. Der Einsatzleitwagen des Landkreises Forchheim, Kater Forchheim 12/1, wurde an die Einsatzstelle beordert. Unter der Leitung von KBR Polster wurde das angrenzende Wohngebiet von mehreren Trupps durchsucht. Es wurde inzwischen davon ausgegangen, dass es sich nicht um Erdgas, sondern um Flüssiggas handelt, da sämtliche Gasmesssonden keine Werte anzeigten. So war die Hauptaufgabe die Suche nach Flüssiggastanks. Doch auch dies verlief ergebnislos.
Da der Gasgeruch in der Zwischenzeit sich auf etwa Hundert Meter entlang der Straße begrenzt hatte (der Wind hatte sich gelegt), konzentrierte man die Suche auf die dort vorhandene Gewerbegrundstücke. Dort wurde man auch fündig und stellte in einem Schacht einen enormen Gasgeruch fest. Jedoch lag kein Gas vor, es konnte nichts gemessen werden. Es gibt die Vermutung, das  sich aus verschiedenen Flüssigkeiten in einem Kanal ein Gemisch gebildet hat und eine chemische Reaktion hervorgerufen wurde, die einen Geruch entstehen lies, der dem Geruchsstoff von Gas sehr ähnlich ist. Was aber genau der Grund ist, konnte durch die Feuerwehr nicht ermittelt werden, weshalb die Angelegenheit an die Polizei und das Wasserwirtschafstamt übergeben wurde. Nach drei Stunden wurde daher die Einsatzstelle der Polizei und dem Wasserwirtschaftsamt zur Ursachenklärung übergeben.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Neunkirchen, Hetzles, Dormitz, Uttenreuth, Gräfenberg, die UG-OEL bestehend aus Kater Forchheim 12/1, sowie Rettungsdienst und THW und die Firma n-ergie mit speziellen Gasmesssonden.
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