Scheunenbrand Ebersbach
Einsatzdatum: Donnerstag, 31. Juli 2008
Alarmzeit: 17.03 Uhr
Einsatzort: Ebersbach, Anwesen Erber
 
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Schadensereignis: Scheunenbrand
Anwesende Feuerwehren: Ebersbach (TSF)
Neunkirchen (MZF, TLF16/25, LF16/12)
Uttenreuth (ELW,MZF,LF16/12,DLK23/12)
Dormitz (MZF, LF8/6)
Hetzles (MZF, LF8/6)
Kleinsendelbach (LF8/6)
Effeltrich (LF8)
Langensendelbach (LF16/12,LF8/6)
THW Forchheim
Einsatzdauer: 5 Stunden
Einsatzbeschreibung: Ein Blitzschlag lies innerhalb weniger Minuten eine Scheune in Ebersbach in Vollbrand geraten. Bereits auf der Anfahrt war ein gewaltiger Rauchpilz über der Ortschaft Ebersbach, einem Neunkirchener Ortsteil, zu sehen. Da sich eine Feuerwehr wegen eines Fahrzeugschadens bereits während der Anfahrt nicht einsatzbereit meldete, wurde noch vor Eintreffen an der Einsatzstelle auf Alarmstufe 3 erhöht, was sich auch als richtig erwies.
Es wurde schnell klar, dass das Gebäude nicht mehr zu retten war. Ziel war es daher, die Tiere zu retten und eine Brandausbreitung auf andere Gebäude zu verhindern. Ca. 20 Kühe wurden von Bauern und Nachbarn aus dem Stall getrieben und liefen anfangs verstört zwischen den Einsatzkräften herum. Es waren viele Kräfte notwendig, diese einzufangen, einzuzäunen oder an Bäumen festzubinden. Gerade die kleineren Feuerwehren vom Land verfügen hier über die notwendige Erfahrung im Umgang mit Stallvieh.
Nachdem das Feuer von allen Seiten mit bis zu 10 Rohren gleichzeitig bekämpft wurde, war vor allem die Wasserversorgung ein heikler Punkt. Jedoch konnte über eine lange Schlauchstrecke ein Löschwasserbehälter angezapft werden, sowie ein nahegelegener Weiher als Löschwasserstelle eingerichtet werden. Die Wasserentnahme aus Hydranten kam noch hinzu.
Im ersten Stock der Scheune lagerten große Mengen Heu und Stroh. Dieses abzulöschen gestaltete sich als nahezu unmöglich, weshalb von einer Baufirma ein Bagger besorgt wurde, der damit begann das Heu und Stroh herunterzubekommen. Auch dieses gestaltete sich als sehr schwierig, weshalb das THW Forchheim mit einem Spezialfahrzeug mit Kran alarmiert wurde. Das gesamte Heu und Stroh sowie Teile des abgebrannten Dachstuhls wurde darauf hin abgetragen und abgelöscht. Gegen 21 Uhr konnten die meisten Feuerwehren die Einsatzstelle wieder verlassen. Die Feuerwehr Ebersbach übernahm die Nachtwache und Nachlöscharbeiten. Dazu wurden noch zwei Lichtmasten aufgestellt.
Um die Versorgung der Einsatzkräfte kümmerten sich die Nachbarn und Dorfbewohner in bester Weise. Auch bei der Versorgung des Stallviehs und der Unterbringung in anderen Ställen langten alle mit hin. Somit konnte zumindest alles Vieh gerettet werden.
Leider gab es auf Seiten der Feuerwehr zwei verletzte Kameraden, die mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht wurden. An dieser Stelle wünschen wir gute Besserung.
Fotos: