Schwerer VU zwischen Neunkirchen und Großenbuch
Einsatzdatum: Mittwoch, 1. Oktober 2008
Alarmzeit: 7.27 Uhr
Einsatzort: FO28, Neunkirchen-Großenbuch
 
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Schadensereignis: schwerer VU mit eingeklemmten Personen
eingesetzte Kräfte: Neunkirchen (MZF, LF16/12)
Hetzles (LF8/6)
Großenbuch (TSA)
Weiher (LF8/6)
Uttenreuth (ELW,LF16/12)
KBM Windisch, Baumann und Funk (ERH)
Einsatzdauer: 4 Stunden
Einsatzbeschreibung: Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bot sich folgendes Bild:

Zwei PKWs stießen aus bislang unbekannter Ursache miteinander frontal zusammen, wobei ein Fahrzeug seitlich von der Straße geschleudert wurde und nach ca. drei Metern am Hang liegen blieb. Der andere PKW lag mit dem Dach nach unten auf dem Radweg. In diesem PKW waren noch zwei Personen eingeklemmt.

Der Fahrer hing kopfüber in seinem Sicherheitsgurt und war ansprechbar. Die Beifahrerin hatte weniger Glück, sie war auf dem Rücken liegend mit dem Hals zwischen Dach und Nackenstütze eingeklemmt. Die Fahrerin des anderen PKW lag bereits neben dem PKW und wurde vom Rettungsdienst und Notarzt versorgt.

Nach kurzer Rücksprache mit dem Notarzt wurde mit dem Aufbau des hydr. Rettungssatzes begonnen. Aufgrund der vorgefunden Situation wurde sofort ein zweiter Rettungssatz nachgefordert, welcher dann kurze Zeit später mit den bereits alarmierten Feuerwehren aus Weiher und Uttenreuth an der Einsatzstelle eintraf.

Die beiden Rettungssätze wurden dann parallel zum Einsatz gebracht, wobei die FF Neunkirchen sich vorrangig um die schwerer verletzte Beifahrerin kümmerte. Die Betreuung und Versorgung des Fahrers übernahmen die FF Uttenreuth und FF Weiher.

Auf Grund der komplizierten Einklemmung der Beifahrerin stellte sich eine patientenschonende Rettung als sehr schwierig heraus. Nach dem schweres Gerät hier nicht in Frage kam wurde mittels einer Säbelsäge die Nackenstütze entfernt. Die Person konnte so am schnellsten und schonendsten aus dem Fahrzeug befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Die Befreiung der zweiten Person gestaltete sich als nicht ganz so schwierig. Nach Aufspreizen der Tür konnte die Person aus dem Sicherheitsgurt befreit und langsam auf eine Schaufeltrage abgelegt werden.

Alle drei Verletzten kamen mit dem Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser. Während der Rettung stand noch ein vorsorglich mitalarmierter Rettungshubschrauber bereit.

Nach Abtransport der beiden verunfallten PKW's wurde durch den Kreisbauhof eine Reinigung der Straße veranlasst. Die Kreisstraße FO 28 war für mehrere Std. komplett gesperrt. Die Absperrung übernahmen die mitalarmierten Feuerwehren Großenbuch und Hetzles.

Zu erwähnen ist die hervorragende Zusammenarbeit der Feuerwehren, sowie die Zusammenarbeit mit Polizei und Rettungsdienst.

Der gesamte Einsatz dauerte knapp 4 Stunden. Insgesamt waren ca. 30 Feuerwehrleute im Einsatz.

Fotos:


Foto: "10 vor 8"


Fotos: Schmidtlein