Gasaustritt in Dormit
Einsatzdatum: Dienstag, 16. Dezember 2008
Alarmzeit: 16.00 Uhr
Einsatzort: Dormitz, Raiffeisenstr.
 
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Schadensereignis: Gasaustritt
eingesetzte Kräfte: Neunkirchen (MZF, LF16/12, TLF16/25)
Dormitz (LF8/6)
Hetzles (LF8/6)
Weiher (LF/8/6)
Einsatzdauer: 2,5 Stunden
Einsatzbeschreibung: aus den Erlanger Nachrichten:

Gasleitung beschädigt: Explosionsgefahr in Dormitz
Bagger hatte Leitung bei Feuerwehrhaus erwischt - Verkehrsprobleme
Gasleitung beschädigt: Explosionsgefahr in Dormitz

DORMITZ - Am frühen Dienstagabend hat ein Bagger bei Bauarbeiten vor dem Dormitzer Feuerwehr-Gerätehaus eine Gasleitung beschädigt. 22 Anwohner mussten ihre Wohnungen wegen der Explosionsgefahr vorübergehend verlassen. Zwei Fachmänner flickten das Leck zunächst provisorisch, bei dem Unfall wurde niemand verletzt.

Zwei Meter tiefes Loch

Es liegt noch immer Gasgeruch in der Luft, überall wimmelt es von Feuerwehrleuten und Polizisten. Kamerateams und Fotografen schwirren um das zwei Meter tiefe Loch, dass ein Bagger direkt vor das Feuerwehrgerätehaus gegraben hat. «Derzeit wird die Auffahrt renoviert, dabei ist es passiert«, sagt ein junger Mann, der in Helm und Jacke der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen steckt. Schnell war klar, dass der Bagger beim Graben ein zehn Zentimeter großes Leck in eine Gasleitung gerissen hatte.

Beide Richtungen der Hauptstraße gesperrt

«Um 15.53 Uhr erreichte uns der Notruf«, berichtet Robert Schaffranietz, Einsatzleiter der Polizei Forchheim. Kurz darauf wurde die Unglücksstelle abgesichert. 22 Anwohner mussten aus Sicherheitsgründen zu Verwandten gehen. Neun Streifenwagen der Polizei-Dienststellen Forchheim, Erlangen Stadt und Land sowie dem Einsatzzug Bamberg waren im Einsatz. Dazu 52 Mitarbeiter der Feuerwehren Neunkirchen, Dormitz, Hetzles und Weiher sowie zwei ASB-Rettungswagen vor Ort. Der Feierabend-Verkehr war in beide Richtungen auf der Hauptstraße, die durch Dormitz führt, behindert.

Leck provisorisch geflickt

«Anfänglich hatten wir einen Gefahrenbereich von 50 bis 100 Metern, doch der Wind hat das explosive Gasgemisch schnell weggeblasen. Somit herrschte nur noch im unmittelbaren Umkreis Explosionsgefahr«, so Schaffranietz. Dort arbeiteten zwei Techniker des Energieunternehmens N-Ergie, um das Leck provisorisch zu flicken. «Die Leitung konnte nicht einfach abgedreht werden, weil sonst die Gasverbindung zu den hinteren Wohnungen und Häusern zusammengebrochen wäre«, erklärt N-Ergie-Pressesprecherin Rita Kamm-Schubert. Dies hätte viel Arbeit bedeutet: «Heizungen entlüften, eventuell durch das Abdrehen beschädigte Geräte ersetzen und reparieren«, so Kamm-Schubert. Gegen 18 Uhr, mehr als zwei Stunden nach dem Gasunfall, konnten Feuerwehr und Polizei ihre Absperrungen und Vorsichtsmaßnahmen wieder abbauen.

Der Bagger fing bald wieder an, weiter zu graben: «Heute Nacht noch wird die provisorische Ausbesserung überholt. Ein Umleitrohr wird eingesetzt und das beschädigte Teilstück des Rohres herausgeschnitten und durch ein neues ersetzt«, so Kamm-Schubert. Die Anwohner, die wieder in ihre vier Wände zurückkehren durften, «werden davon nicht viel merken.«

Text: Christoph Benesch
Fotos:

       
Fotos: Christoph Benesch