Hochwasser in Ermreuth
Einsatzdatum: Mittwoch, 20. Juli 2011
Alarmzeit: 6.15 Uhr
Schadensereignis: Unwetterartiger Regen führte zu mehreren Einsätzen im Gemeindegebiet
eingesetzte Kräfte: Neunkirchen (MZF, LF 16/12, TLF 16/25),
Ermreuth (TSF)
Einsatzdauer: 12 Stunden
 

Nur kurz währte die Nachtruhe der Neunkirchener Feuerwehrleute, als um 6.15 Uhr wieder nach Ermreuth alarmiert wurde. Die starken Regenfälle haben die ganze Nacht angedauert und so am Ortsausgang Richtung Walkersbrunn dazu geführt, dass die Straße überflutet wurde. Ein kleiner verrohrter Bach trat dermaßen über die Ufer, dass er durch ein Anwesen floss und die Kreisstraße überquerte. Da man gegen die Wassermassen machtlos war, beschränkte man sich darauf, dass Anwesen mit Sandsäcken zu schützen, sowie die Straße zu sperren. Die Feuerwehr Ermreuth übernahm im weiteren Verlauf die Absperrungen, sowie arbeiten am Kindergarten in Ermreuth, der ebenfalls mit dem Hochwasser zu kämpfen hatte.

Inzwischen hatte sich auch die Lage in Neunkirchen zugespitzt. Wie bei fast jedem Hochwasser ist das Sportheim, das Gebiet der Fröschau und der ev. Kindergarten besonders betroffen. Der Kindergarten wurde gegen 9 Uhr geräumt und die Eltern informiert, die ihre Kinder wieder abholten. Mit Sandsäcken wurde das Sportheim, der Kindergarteneingang, sowie der Bereich in der Fröschau gesichert, wo das meiste Wasser sich seinen Lauf suchte. Der Brandbachgarten wurde abgesperrt, ebenso die Brücke bei der Grundschule, denn das Wasser stieg so hoch, dass es bis oben hin reichte. Sicherheitshalber wurde daher entschieden, niemanden mehr passieren zu lassen. Zwischenzeitlich hatte der Bauhof damit begonnen, weitere Sandsäcke zu füllen, denn die Pegel stiegen.

Das Wasser trat irgenwo zwischen Baad und Sportplatz aus dem Flussbett und suchte sich seinen Weg. Was schlimm aussieht, war aber gut für den Kindergarten und die anderen Bereiche, denn die Sportplätze dienten als Rückhaltebecken.

 

Uuups, eh schon egal, was muss des muss... ;-)

 
Die Brücke, normalerweise 1,5-2m über dem Brandbach nun auf Tuchfühlung mit demselben...

 

Es waren nur ein paar Zentimeter, aber die reichten aus, sodass das Brandbachwasser auch noch eine große Tiefgarage überschwemmte. Ein weiterer Einsatz ereignete sich auf der Gugel. Dort war vermutlich ein Kanal verstopft und das Wasser drang durch einen Schacht in den Keller ein, wo es ca. 15cm hoch stand. Hier kam eine Tauchpumpe und der Wassersauger zum Einsatz, der aufgrund von immer wieder nachdrückendem Wasser über Nacht dort verblieb, bis eine Rohrreinungsfirma den Kanal frei spülen konnte..


alle Kräfte wurden mobilisiert, hier KBM a.D. Joachim Hermann.

Gegen 16 Uhr hat sich die Lage dann langsam wieder entspannt. Deiche und Sandsäcke hielten, die Schäden blieben gering. Wenige Zentimeter mehr jedoch wären fatal gewesen, Grundschule, Kindergarten und weiter Anwesen wären abgesoffen. Den größten Schaden mussten die Anwohner auf der Gugel tragen, wo das Wasser im Keller einiges an Schäden hinterlassen hat.