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Gebäudebrand im Innerort

Einsatz Nr.: 32/97
Einsatzdatum: 7. November 1997
Alarmzeit: 21.49 Uhr
Einsatzort: Neunkirchen am Brand, Erlanger Straße, Pension Hertel
Schadensereignis: Gebäudebrand
Anwesende Feuerwehren: Neunkirchen (2x TLF 16/25, LF 8)
Dormitz (LF 8/6)
Hetzles (LF8/6)
Rosenbach (TSF)
Ebersbach (TSF)
Forchheim (ELW, DL 23/12, LF 16, TLF 16/25)
Einsatzdauer: 3 Stunden + 9 Stunden Brandwache
Einsatzbeschreibung: Am Freitag, den 7.11.97, kurz vor 10 Uhr abends wurde die Feuerwehr Neunkirchen über den Handmelder am Rathaus alarmiert. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeugs an der Einsatzstelle bereits 6 Minuten nach Alarmierung, schlugen die Flammen aus dem gesamten Dachgeschoß des 1860 errichteten Gebäudes. Von Anfang an war klar, daß durch die fortgeschrittene Brandausdehnung das Gebäude nicht mehr gerettet werden konnte, weshalb die wichtigste Aufgabe darin bestand, eine Brandausweitung auf das angebaute Geschäft und die ebenfalls angebauten Gebäude der Weinstube und des Erlanger Tors zu verhindern. Da am Anfang nicht bekannt war, ob sich noch Personen im Gebäude befanden, wurde aus Forchheim die große Drehleiter angefordert, ohne die der Brand nicht in dieser Zeit unter Kontrolle zu bringen gewesen wäre. Mit großer Erleichterung wurde die Nachricht der Besitzerin aufgenommen, daß sich im Gebäude keine Personen mehr befinden.

Ein in der Bevölkerung kursierendes Gerücht, das besagt, daß nicht genügend Wasser da gewesen wäre ist falsch. Mit dem Eintreffen der beiden Tanklöschfahrzeuge aus Neunkirchen waren bereits 5000 Liter vor Ort. Hetzles und Dormitz brachten auch je 600 Liter mit. Lediglich die Entnahme durch die Unterflurhydranten, die die Tanklöschfahrzeuge versorgen sollten, geriet auf der Vorderseite des Gebäudes etwas in Verzug, da ein Hydrant im direkten Gefahrenbereich des Hauses lag und ein weiterer durch die Umbaumaßnahmen zur Innerortsumgehung versetzt wurde. Eine Löschwasserentnahme aus dem Schwimmbad kam vorerst auch nicht in Frage, da die Entfernung und die dafür notwendige lange Schlauchleitung zuviel Zeit- und Personalaufwand gekostet hätte. Der im Gefahrenbereich gelegene Hydrant wurde später wegen der Dringlichkeit der Wasserversorgung aber dennoch genommen, bis der verlegte gefunden wurde. Auf der Rückseite des Gebäudes konnte von Anfang an Wasser über die Hydranten bei der Zehentscheune entnommen werden. Alle taktischen Entscheidungen und Vorgehensweisen waren feuerwehrtechnisch korrekt. Es lag kein Fehler der Feuerwehr oder von sonst jemand vor. Alle anderslautenden Gafferberichte sind demnach falsch.

Gegen Mitternacht konnte dann "Feuer aus" gemeldet werden. Dennoch waren wir die ganze Nacht bis neun Uhr morgens vor Ort, da immer wieder Glutnester von neuem zu brennen begannen. Die letzten Löscharbeiten wurden am Sonntag Nachmittag gemacht, da durch aufkommenden Wind wieder Glutnester brannten.

Nach Beendigung des Einsatzes vor Ort waren noch Aufräumungsarbeiten und eine Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge von Nöten. Dies dauerte etwa noch einmal 1,5 Stunden, so daß einige Feuerwehrleute einen mehr als 12-Stunden-Einsatz hinter sich hatten, die dann um 10.30 Uhr die verdiente Bettruhe fanden.

Ein Dank geht an die Feuerwehren aus Dormitz, Hetzles, Ebersbach, Rosenbach und Forchheim für die Unterstützung und an alle, die uns die Nacht über mit warmen Getränken versorgt haben, besonders an den ASB Gräfenberg für die "Erstversorgung". Ein Dank auch an die Bäckereien, die uns mit Gebäck und frischen Brötchen nicht im Stich ließen.

Fotos:

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