Gerätewagen Logistik 2, GW-L2



Historie zur Beschaffung des Gerätewagens GW-L2
Funkrufname: Florian Neunkirchen 56/1, bis 30.6.2015 88/1
Besatzung: 1/5 (Staffel)
Baujahr: 2013
Fahrgestell: MAN TGM 13.290 4x4 BL
Kennzeichen: FO-MN 881
Pumpe: PFPN 10/1000, Ziegler Ultrapower
Besondere Beladung:

Rollcontainer:

  • 4x Schlauch, mit je 500m vorgekuppelter B-Leitung
  • 1x Schmutzwasser "klein", mit Tauchpumpe, Wassersauger, Wasserschiebern, ...
  • 1x Schmutzwasser "groß", mit Chiemseepumpe und weiterem Zubehör
  • 1x Öl-Straße, mit Ölbindemitteln, Streuwagen, Schaufeln und Besen
  • 1x Rollwagen leer, zur Aufnahme verschiedenster anderer Gegenstände
  • 2x Gitterbox mit Sandsäcken

Weitere Ausstattung:

  • Pumpenpositionierungssystem Rosenbauer RPS
  • Lichtmast 4x24V-Xenon
  • Rettungsplattform
  • Powermoon Beleuchtungssatz
  • Hochdrucklöscher
  • Tragkraftspritze Ziegler Ultra-Power
  • Stromerzeuger
  • feuerwehrtechnische Normbeladung
Hersteller: Hensel
Sonstiges:

Der Fahrzeugtyp Gerätewagen Logistik2, Kurzbezeichnung GW-L2, ist seit 2005 in die Feuerwehrfahrzeugnorm mit aufgenommen worden und wird seitdem vermehrt bei den Feuerwehren eingesetzt. In Neunkirchen wurde nun eines dieser Fahrzeuge stationiert. Dabei ist es so, dass diese Fahrzeugtypen auch überörtlich zum Einsatz kommen, weshalb der Landkreis Forchheim sich mit 20% an der Anschaffung beteiligte. Insgesamt werden im Landkreis Forchheim drei dieser Fahrzeuge stationiert. Neben Neunkirchen ist dies Forchheim und Ebermannstadt. Während in Ebermannstadt die Beschaffung derzeit noch läuft ist der Forchheimer GW-L2 schon seit letztem Jahr in Dienst.

Der GW-L2 hat die Besonderheit, dass durch den Laderaum die Beladung je nach Einsatz angepasst werden kann. Neben einem Geräteraum zur Aufnahme eines Stromerzeugers, einer Tragkraftspritze und verschiedensten Ausrüstungsgegenständen, verfügt die Ladefläche über eine Ladebordwand mit der verschiedenste Last verladen werden kann. Durch unterschiedliche Belademodule auf Rollcontainern ergibt sich so eine breite Vielfalt. Zur Standardbeladung gehören dabei vier Rollcontainer mit insgesamt 2.000m fertig gekuppelten B-Schläuchen die während der Fahrt verlegt werden können. So kann z.B. bei größeren Bränden Wasser über eine große Distanz zur Einsatzstelle befördert werden. Wird das Fahrzeug jedoch für andere Einsätze benötigt, wie z.B. für Hochwassereinsätze, kann diese auf Rollcontainern untergebrachte Ladung schnell durch andere Ladung (z.B. Sandsäcke) ersetzt werden. So ist dieses Fahrzeug für die verschiedensten Aufgaben bestens gerüstet und ergänzt somit den Fuhrpark der FFW Neunkirchen ideal.

Anschaffungskosten: ca. 250.000 €
G1 Im Geräteraum 1 ist folgendes verlastet:
  • 6 Saugschläuche
  • Ausziehschlitten "wasserführende Armaturen"
  • Standrohr
  • Unterflurhydrantenschlüssel
  • Mulden
  • 4 B-Schläuche 20m
  • 2 B-Schläuche 5m
  • Arbeitsleinen
  • 2 C-Schlauch-Tragekörbe
  • Schachthaken
  • Kupplungsschlüssel
  • PFPN 10-1000

 
Die PFPN 10-1000, Typ Ziegler UltraPower, ist auf einem ausziehbaren Schlitten gelagert.
In dem Ausziehschlitten "wasserführende Armaturen" lagern:
  • Saugkorb
  • Druckbegrenzungsventil
  • 2 C-Rohre
  • 1 B-Rohr
  • Stützkrümmer
  • 2 Kugelhähne
  • Sammelstück
  • versch. Übergangsstücke
  • 2 Verteiler
  • Überflurhydrantenschlüssel
  • Kupplungsschlüssel
G2 Im Geräteraum 2 ist folgendes verlastet:
  • 6 Verkehrsleitkegel
  • Beleuchtungseinheit 2x1000W mit Stativ
  • Powermoon mit Stativ
  • 4 Blitzstableuchten
  • Handwerkzeug
  • 2 Faltsignale
  • Motorsäge
  • Feuerlöscher
  • Auszugsschitten Straßenreinigung
  • Stromerzeuger

 

Der Stromerzeuger ist auf einem drehbaren Schlitten gelagert.
Im Zuszugsschlitten "Straßenreinigung" finden sich Besen und Schaufeln, aber auch Brechwerkzeug für einfache technische Hilfeleistungen.
Ebenfalls im G2 befindet sich die Bedieneinheit für den pneumatischen Lichtmast mit 4x35W-Xenonleuchten, wovon je zwei für Fernausleuchtung und zwei für Nahausleuchtung vorgesehen sind. Die Xenonlampen werden dabei vom Bordstrom versorgt, so dass dafür kein Stromerzeuger notwendig ist.
Fahrerkabine Die Fahrerkabine des GW-L2 mit sämtlichen Bedieneinheiten und der Rückfahrkamera. Vorbereitungen für den Einbau von Digitalfunk sind bereits getroffen. Ebeso befindet sich hier ein GPS-gesteuertes Pumpenpositionierungssystem von Rosenbauer um bei langen Schlauchstrecken die Pumpenstandorte festlegen zu können. Auch ein Navigationsgerät ist vorhanden, falls es mal zu überörtlichen Einsätzen gehen sollte.
Mannschaftskabine In der Mannschaftskabine finen vier Personen Platz.
Laderaum Im Laderaum können bis zu 8 Rollcontainer verlastet werden. Außerdem findet man dort eine Rettungsplattform, Schlauchbrücken sowie eine Multifunktionsleiter. Der gesamte Ladebereich wird von einer zweiten Kamera erfasst und beim Fahrer angezeigt.
Rollwägen Einer von vier Rollwägen "Schlauch" mit je 500m bereits gekuppelten B-Schläuchen. Somit können insgesamt 2000m B-Schlauch während der Fahrt verlegt werden.
Heck Die Heckansicht. Zu sehen ist die Ladebordwand von Dautel mit einer max. Last von 1,5 Tonnen. Die obere Lichtleiste hat zwei außenliegende Blaulichter, Umfeldbeleuchtung, Heckwarneinrichtung und Fahrzeugbetriebleuchten (Blinker, Bremslicht, Licht). Alle Leuten sind in LED-ausführung angebracht.

 

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