ÖSA oder besser ÖHOWA



Typ: Ölschadenanhänger oder Öl- und Hochwasseranhänger
Baujahr: 1967, renoviert 2002
ausgemustert: Juni 2013
Besondere Beladung: Enthält eine Beladung für Unfälle mit Öl, sowie für Hochwassereinsätze

Ölspuren: 

  • verschiedene Arten von Ölbindemitteln
  • Besen, Schaufeln, Reibhölzer
  • Ölspurschilder, Verkehrsleitkegel
  • Streuwagen
  • Kehrmaschine
  • Dichtkissen

Hochwasser:

  • Notstromaggregat
  • Wassersauger
  • Tauchpumpen
  • Verlängerungskabel
  • Schlauchmaterial
Hersteller: Bachert

 

Die Geschichte des armen alten Ölschadenanhängers

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Es war einmal ein kleiner, unschuldiger ÖSA, der in einer Stutzpunktwehr eifrig seinen Dienst tat. Er führte kein Schattendasein, sondern wurde gehegt und gepflegt, mit ihm geübt und er durfte auch des öfteren zu Einsätzen mit raus, da er ja für ein Viertel des ganzen Landkreises zuständig war.

Aber wie das halt so ist, wurde auch er älter. Es machte ihn nicht viel aus, aber ein paar Teilchen mußten halt schon mal ausgewechselt werden. Die Pumpe tut' s nicht mehr so wie sie soll und auch sein Notstromaggregat muß ausgewechselt werden. Und da fängt die eigentliche Leidensgeschichte des armen ÖSA's an.

Er gehört ja noch dem Landkreis Forchheim, der deshalb im September 1997 gebeten wurde, die Reparaturen durchführen zu lassen. Aber der Landkreis Forchheim machte es sich einfach. Schwubdiwub war man im Landratsamt der Meinung, der Landkreis brauche keine ÖSA's mehr, falls doch, so sollen halt die Gemeinden sich um einen ÖSA bemühen. Und damit vorerst auf die Gemeinden keine Kosten zukommen, wurde den vier Gemeinden die ÖSA's zum Nulltarif angeboten. Ein echtes Zuvorkommen des Landratsamtes? Nein, zumindest für die drei anderen Gemeinden war dies leichter zu akzeptieren, wie für die Gemeinde Neunkirchen. Denn der ÖSA ist ja kaputt und nicht einsatzfähig. Da ist es doch klar, das die Gemeinde ihn in diesen Zustand nicht übernehmen kann und will. Wäre er in Ordnung, sähe die ganze Sache anders aus, aber das ist er halt leider nicht.

Und so harrt der in Frühpension geschickte ÖSA nun in einer Ecke des Feuerwehrhauses auf sein weiteres Schicksal. Zwischenzeitlich darf er nicht einmal mehr auf öffentlichen Straßen mitgenommen werden. Somit ist sein Einsatzgebiet sehr sehr klein geworden.

Bleibt zu hoffen, daß er bei keinem Einsatz gebraucht wird, denn der nächste ÖSA steht in Ebermannstadt!?!

Ein glückliches Ende?

So wie es derzeit aussieht findet die Geschichte doch noch ein glückliches Ende. Gespräche mit Landrat und den Bürgermeistern führten zu dem Ergebnis, daß die ÖSA's doch landkreisweit erhalten bleiben sollen. Laut dem Kreisbrandrat werde derzeit ein neuer ÖSA vom Landratsamt für Neunkirchen beschafft. So würde der alte ÖSA nun durch einen neuen ersetzt. Bleibt zu hoffen, daß es dabei bleibt, denn offiziell haben wir noch keine Bestätigung.

Doch kein glückliches Ende?

Die Geschichte des ÖSA in Neunkirchen ist besiegelt. Der Landkreis hat entschieden, das er für solche Sachen kein Geld hat. Der ÖSA ist somit außer Dienst gestellt und der KBI-Bezirk III ohne ÖSA. "Es passiert ja auch mit Sicherheit nichts." Diese These kann nicht stimmen, scheint sich aber in den Köpfen der Entscheidungsträger festgefressen zu haben. Bleibt nur zu hoffen, dass die These stimmt.

Lebt er weiter?

Jawohl, er wird weiter leben, aber nicht als ÖSA. Er wurde im Laufe des Jahres 2002 umgebaut als Öl- und Hochwasseranhänger, ... Nach seinem Feuerwehrdienst im Jahre 2013 tritt er den Dienst bei einem Zeltverleih an.

und so sah er bis 2002 aus:

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